Fortpflanzerl

Aus Kognitive Fehlzündung
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Fortpflanzerl beschreiben den Zustand des Nicht-Mehr-Existierens bestimmter begehrter Nahrungsmittel. Dadurch, dass der Zustand des Noch-Existierens bei Nahrungsmitteln bekanntlich von den meisten Menschen als angenehmer empfunden wird, und dem Nicht-Mehr-Existieren somit gesellschaftlich eine große Bedeutung zugewiesen wird, hat der Zustand des Nicht-Mehr-Existierens einen eigenen Ausdruck zugeschrieben bekommen. Häufig wird die recht schmerzvolle Feststellung jenes besagten Zustandes von WG-Mitbewohnern getätigt, die nach einem langen, anstrengenden Tag in den Kühlschrank schauen.

Beim besagten Zustand namens Fortpflanzerl handelt es sich speziell um das Nicht-Mehr-Existieren von Küchlein aus Hackfleisch, Zwiebeln, Ei und Gewürzen. In verschiedenen Regionen Deutschlands kursieren dafür unterschiedliche Ausdrücke. Einer davon wäre beispielsweise Hackbratlinge.

Entgegen der öffentlichen Meinung und entgegen der verzweifelten Hoffnung vieler hungriger Mitbewohner eignen sich Fortpflanzerl im Gegenteil zu ihrem in der Vergangenheit liegenden Pendant nicht zum Verzehr. Versuche, Fortpflanzerl oral einzunehmen scheiterten kläglich und endeten oft in depressiven Zusammenbrücken der betroffenen Personen und Ausbleiben des erwarteten Sättigungsgefühls.

Verbreitet sind Fortpflanzerl in jedem deutschen Kühlschrank, häufig aber an Tagen nach ausgiebigem Sonntagsmahl mit Verwandten.

Andere Bezeichnungen für das Nicht-Mehr-Existieren von Nahrungsmitteln sind etwa "Wegzehrung", "Futschbier", "Davonkekse" oder "Verdammtwerhatmeinenlieblingsjoghurtgegessen!?"

Der weit verbreitete Irrglaube, Fortpflanzerl würden die Fruchtbarkeit steigern ist ein Irrglaube.